„Ach, du fliegst nach Japan? Ich bin so neidisch, ich würde auch gerne hin!“
Sehr oft habe ich das schon gehört und frage dann immer gerne: „Und was hält dich ab?“. Oft sind die Antworten vielseitig: Geld, keine Zeit, keine Reisepartner und und und. Deswegen möchte ich in diesem Blogbeitrag ein paar oft gehörten Sätze aufgreifen und den Mythos um die unerreichbare Japanreise aufdecken.

Vorweg: Ich bin definitiv kein Experte und die Tipps beziehen sich auf meine eigenen Erfahrungen. Falls ihr selber Tipps und Tricks habt, schreibt sie mir gerne in den Kommentaren. 🙂

Aber, aber, aber…

„Aber Ich habe kein Geld“

Eine Japanreise ist nicht günstig, da müssen wir uns nichts vormachen! Besonders die Flüge machen die Reise direkt um einiges teurer als z.B. die zwei Wochen Sommerurlaub an der Nordsee.

Als Schüler oder Student mit minimalem Einkommen ist das Sparen für die Reise fast unmöglich. Aber auch bei der arbeitenden Bevölkerung höre ich den Satz oft. Wir alle kennen das: Wie oft geht plötzlich das Auto kaputt, der Kühlschrank versagt oder der Kredit muss abbezahlt werden? Und schwupps ist das Ersparte weg oder kann gar nicht erst starten.

Ich habe aber auch das Gefühl, einige sagen „es ist zu teuer“, wissen aber gar nicht, wie „teuer“ eine Japanreise sein kann/muss. Und wenn die Zahlen dann mal durchgerechnet sind, erscheint der Urlaub vielleicht ein bisschen wahrscheinlicher. Genau deswegen habe ich euch die ungefähren Kosten weiter unten in Beispielrechnungen für verschiedene Budgets aufgelistet.

Alternativen zur Urlaubsreise

Wenn ihr das Land kennen lernen wollt, auch wenn es finanziell vielleicht nicht für den großen Urlaub reicht, gibt es einige Alternativen zur klassischen, zwei-wöchigen Japantour, durch die ihr das Land vielleicht sogar noch besser kennen lernen könnt.

– Ein Auslandsjahr über eure Uni (kann durch Stipendien getragen werden und ist manchmal auch nicht vom Studiengang abhängig.)
Freiwilligenarbeit, z.B. ‚workaway‚: Gegen Kost und Logis könnt ihr in Gastfamilien arbeiten, z.B. in Hotels, auf Farmen, Sprachschulen und und und. Das schöne: viele Hosts sind oft abseits von den Touristenzentren
Couchsurfing: Auch in Japan beliebt: Für ein paar Nächte könnt ihr kostenlos bei Einheimischen übernachten, die euch Einblicke in ihren Alltag zeigen können und oft lokale Spezialitäten kennen, die auf keiner Karte verzeichnet sind.
Assistant Language Teacher: Arbeitet ein Jahr lang an japanischen Schulen als Sprachlehrer, und bekommt neben einem festen Gehalt auch tiefe Einblicke in den japanischen Schulalltag.

Natürlich gibt es auch viele weitere Wege, und ich könnte auch sicher einen ganzen Blogbeitrag über die einzelnen Angebote machen. Diese Liste ist erstmal nur eine kleine Übersicht. Aber ihr seht: Es gibt viele interessante Möglichkeiten!

Falls ihr jedoch gerne bei der klassischen Touristenreise bleiben möchtet, habe ich euch ein paar Spartipps in einem weiteren Blogbeitrag aufgelistet.

„Aber ich habe keine Zeit“

Wenn ich eins gelernt habe, dann ist es: Es gibt keine optimale Länge für einen Japanurlaub. Ob eine Woche, ein Monat oder ein Jahr – alles ist einfach viel zu kurz, um das ganze Land zu sehen oder auch nur die Hälfte seiner Bucketlist abzuarbeiten.

Eine Freundin sagte einmal, sie plant pro Stadt, die sie besucht maximal 3-4 Tage ein, das reicht, um die Essenz der Stadt einzunehmen und sich langsam heimisch zu fühlen. Ich kann das sehr bestätigen und versuche auch ungefähr so viel Zeit für Städtetrips in eine gezielte Stadt einzuplanen. Leider ist es sehr schwierig, sich bei all den schönen Städten in Japan genau die rauszupicken, die man unbedingt besuchen möchte.

Viele Bekannte fliegen für zwei bis drei Wochen nach Japan, das ist meist die maximale Urlaubszeit, die eine Festanstellung zulässt, ohne dass es böse Blicke auf der Arbeit hagelt. Zwei Wochen finde ich persönlich eine gute Zeit, um ein paar Tage in Tokyo zu bleiben, und danach ein paar andere Präfekturen zu besuchen. Bei uns ist es, einfach aus persönlicher Vorliebe, meist Kansai, wo wir unseren „Hub“ aufschlagen und von wo aus wir Tagestrips in verschiedene Richtungen planen. Alternativ bieten sich natürlich auch Rundreisen an, die euch in kurzer Zeit viele Gegenden näher bringen können. Hier bietet sich meiner Meinung nach ein Rail Pass auf jeden Fall an, da er eine hohe Flexibiltät mit sich bringt.

Aber auch eine Woche Tokyo reicht total aus, um „Japanluft“ zu schnuppern und das Fernweh nach mehr zu wecken. Beim nächsten Besuch wird es dann halt eine Woche Kyoto. Und so weiter. 😉

„Aber ich kann kein Japanisch“

Um ganz ehrlich zu sein: Mein Japanisch ist richtig mies.

Ich kenn ein paar Sätze, meist aus Anime oder aus Songtexten, und kann Hiragana und Katakana lesen. Das war’s. Gesprochenes Japanisch versteh ich manchmal, dank jahrelanger Konditionierung auf Untertitel für japanische Serien, aber bitte zwingt mich nur Japanisch zu sprechen, wenn ihr mal herzlich lachen wollt.

Das hat mich auch lange davon abgehalten, nach Japan zu fliegen. Denn dass Japan nicht das anglophilste Land auf dem Planeten ist, habt ihr sicher schon einmal gehört. Besonders in ländlichen Regionen, in denen nicht jeden Tag viele Touristen ein- und ausgehen, sind die Angebote an englischen Übersetzungen nicht besonders vielseitig.

Aber habt keine Angst!
Einer der riesigen Vorteile von den Olympischen Spielen 2020 in Tokyo ist, dass Tokyo sich dem Westen öffnet und viel internationaler wird. Beschilderungen und Bahnsysteme sind übersetzt, und an den meisten großen Bahnhöfen findet ihr in den Reisezentren zumindest eine Person, die euch halbwegs verstehen kann, wenn ihr Fragen oder Probleme zu eurer Reiseplanung habt. Ich war selbst überrascht, wie gut das Englisch mancher Hotelmitarbeiter war und wir viel Informationsmaterial für Touristen in den großen Zentren übersetzt wurde.

In vielen Restaurants wird das Essen im Fenster oder mit Fotos ausgestellt, so dass ihr Servicekräften einfach Bilder zeigen könnt, auch wenn ihr den Namen eures Wunschgerichts nicht vorlesen könnt. Und traut euch, nach der englischen Karte zu fragen, manchmal gibt es sie wirklich! (Hier hilft auch ein Blick auf Google Maps, oft findet ihr ihr englische Bewertungen, die euch schon verraten, ob das entsprechende Restaurant auch eine internationale Karte anbietet).

Und auch, wenn die Verständigung mal nicht so glatt lief: Google Translate und Hand und Fuß sind eure Freunde!

Mein Rat: einfach mal machen!

„Aber ich mag keinen Fisch/esse kein Fleisch“

Japanisches Essen ist vor allem eines: fleisch- und fischlastig. Vegetarier, Veganer oder Mensch mit Lebensmittelunverträglichkeiten können hier schnell verunsichert werden. Als Vegetarier zähle auch ich mich zu den Gruppen, die nicht unbedingt problemlos überall in Japan essen gehen können, da selbst eine vegetarische Alternative auf der Karte oft erfolglos gesucht werden muss. Und selbst, wenn das Gericht augenscheinlich kein Fleisch enthält: Oft sind Suppen oder Currys auf Fleisch- oder Fischbasis und selbst in Reisbällchen aus dem Konbini werden teilweise Fischflocken als Streckmittel verwendet.

Kennt ihr zum Beispiel die App Happy Cow? Hier werden Restaurants mit vegetarischem und veganem Angebot aufgelistet, aber auch Restaurants mit glutenfreien Gerichten können gezielt gesucht werden. In den letzten Jahren hat sich hier auch viel getan! Während 2016 noch kaum Restaurants/Cafés/Lokale verzeichnet waren, finden sich heute in der App viele tolle Geschäfte, die wir definitiv bei unserem Urlaub ansteuern wollen.

Es ist vielleicht etwas schwieriger, die Ernährung in Japan beizubehalten, aber es ist auf keinen Fall unmöglich!

„Aber ich hab kein Visum“

Wusstet ihr, dass der deutsche Reisepass* einer der mächtigsten der Welt ist? In Japan habt ihr einen riesigen Vorteil: Ihr müsst ihr keine Extragebühr in eurem Reisebudget kalkulieren noch vorher beantragen. Ein 90-Tage Touristenvisum für Japan bekommt ihr nämlich vollkommen gratis, direkt vor Ort! Alles, was ihr braucht, ist also euer Reispass.

Auch kurzentschlossene Reisende müssen hier keine Angst haben: Ihr könnt für einen Aufpreis einen Express-Reisepass beantragen, dieser ist in der Regel in 3 Arbeitstagen fertig! Wenn selbst das auch zu langsam ist, kann sogar ein vorläufiger Reisepass ausgestellt werden! Für alle, die ein wenig Zeit mitbringen: Die normale Wartezeit für einen Reisepass beträgt 4-6 Wochen.

*dieser Absatz bezieht sich auf den deutschen Reisepass, für Visumsbestimmungen aus anderen Ländern wendet euch bitte an eure zuständigen Behörden.

„Aber ich hab niemanden, der mit mir hinfliegt“

Alleine zu reisen ist für viele eine Herausforderung. Oft sind Doppelzimmer in Hotels günstiger pro Person, zu zweit teilen sich Erfahrungen und Eindrücke besser, einer kann immer Fotos vom anderen machen, es sitzt sich besser zu zweit im Restaurant und natürlich spielen auch Faktoren wie Sicherheit eine Rolle.

Aber auch alleine kann man ein Menge erleben, vielleicht ist genau eben das die Herausforderung: Die comfort zone verlassen, die Gegend auf eigene Faust erkunden, nur die Orte besuchen, die man wirklich will, und sich trauen, Fremde anzusprechen. In Malaysia habe ich so zum Beispiel eine deutsche Familie kennengelernt, die sich so darüber gefreut hat, dass ich sie angesprochen habe, dass sie mich zum Essen eingeladen haben.

Als männlicher Alleinreisender habt ihr außerdem die Möglichkeit, günstig in Capsule Hotels zu schlafen! Und einzeln bekommt ihr immer besser einen Platz in einem kleinen Izakaya.

Beide Seiten, also reisen alleine oder zu zweit/in der Gruppe, haben Vor- und Nachteile! Vielleicht entdeckt ihr das Solo-Reisen ja vielleicht auch für euch? Und selbst, wenn es nichts für euch ist: Die Erfahrung kann euch keiner nehmen.

Praktische Tipps zur Japanreise

Im Folgenden habe ich euch ein paar praktische Tipps zusammengestellt, die bei der Reiseplanung hilfreich sein können.

Fliegen

Flüge von Deutschland nach Japan starten je nach Reisezeit bei etwa 400€ pro Person (inkl. Rückflug, Stand 2020), hier müsst ihr meist in Helsinki, Amsterdam, London oder Rom umsteigen. Je nach gewünschtem Level des Komforts geht es natürlich mit mehreren Umstiegen oder aber auch als Direktflug mit ANA, All Nippon Airways, von einigen Flughäfen in Deutschland.

Mit der japanischen Airline seid ihr ohne Umstieg innerhalb von 12 Stunden in Tokyo oder Osaka. Die Fluggesellschaft veröffentlicht auch immer wieder tolle Angebote, bei denen zum Beispiel im Preis auch bis zu zwei Inlandsflüge inbegriffen sind – damit könnt ihr euch eventuell sogar den Railpass sparen! Ich bin ein großer Fan von ANA, da ich neben dem Direktflug, und dem damit verbundenen ausbleibenden Umstiegsstress, auch den Service an Bord und die modernen Flugzeuge schätze. Außerdem: In der Mediathek an Bord gibt es viele japanische Filme, Serien und Musik! Bei meinem ersten Japanbesuch lief bei der Landung z.B. ein Studio Ghibli Best Off. Und mal ehrlich, was gibt es passenderes, als zu „Itsudemo Nandemo“ aus Chihiros Reise ins Zauberland in Japan zu landen?

Fortbewegung

Japan ist vor allem eins: Mobil! Die Vielzahl an Bahnlinien in Tokyo hat mich echt umgehauen und auch die Anbindungen in die Dörfer rund um Himeji hat echt gut funktioniert. Mit Pasmo oder Suicacard, wiederaufladbaren Chipkarten, könnt ihr den Nahverkehr nutzen, aber auch in Konbinis oder an Getränkeautomaten zahlen. Ich liebe, dass ich nicht erst lange nach Münzen kramen muss, sondern einfach die Geldkarte auflade und auflege. Das Prinzip ist das gleiche wie die Oystercard in London.

Wollt ihr euch außerhalb von Tokyo bewegen, kommt schnell die Frage auf, ob sich ein JR Rail Pass lohnt. Für 250€ könnt ihr 7 Tage lang alle Fernverkehrszüge und die meiste Nahverkehrszüge nutzen (z.B. U-Bahnen sind hier oft ausgenommen). Ob sich der Pass lohnt oder nicht müsst ihr selber ausrechnen, aber im groben kann man sagen: Wollt ihr ihn für mehr nutzen als von Tokyo nach Kyoto und zurück zu fahren, lohnt sich die Anschaffung. Zum Beispiel auch, wenn ihr zwar noch keinen genauen Plan habt, aber euch die Flexibilität offen lassen wollt, auch mal in Städe im Umkreis zu fahren.

In Japan herrscht übrigens Linksverkehr. Wenn ihr euch traut, ein Auto zu mieten und euch in den Verkehr wagt, gibt es tolle Neuigkeiten: Seit Januar 2020 übersetzt der ADAC internationale Führerscheine ins Japanische. Hier findet ihr alle Infos rund um die Automiete in Japan.

Unterkunft

Mein größter Tipp für die Hotelsuche in Japan: Achtet bei der Buchung auf die Zimmergröße! Oft versteckt sich die Größenangabe in Hotelbeschreibungen, manchmal ist sie gar nicht angegeben. Vor allem in Tokyo sind Zimmer im 3-Sterne-Bereich oft 11-13 qm groß. Das ist gerade mal genug, um euren Koffer zwischen Bett und Wand zu parken. Wenn das für euch in Ordnung ist, dann könnt ihr auch hier ein wenig Geld sparen. Ich freue mich aber immer, wenn ich ein bisschen Luft zum Bewegen und Atmen habe. Wir haben bei unserer Buchung deshalb darauf geachtet, dass die Zimmer etwa 17-19 qm groß sind. Die meisten Hotels sind westlich angelegt, mit ’normalen‘ Betten. Wenn ihr die japanischen Futons schätzt, findet ihr hier mehr Angebot, wenn ihr nach Ryokans sucht (meist etwas bis viel teurer) oder ihr schaut auf AirBnB.

Für AirBnB gelten in Japan übrigens besondere Auflagen. Hosts müssen ihre Wohnung anmelden und dürfen eine Vermietung von 180 Tagen im Jahr nicht überschreiten. Diese Auflagen haben dazu geführt, dass 2018 eine Menge AirBnB Wohnungen aus dem Angebot verschwunden sind.

Ein weiterer Tipp: Sucht Hotels, die zentral in der Nähe von großen Bahnhöfen liegen, damit gut hin- und zurückfindet. Falls ihr kein Pocket-Wifi habt, macht euch am besten vorher einen Screenshot von der Lage der Unterkunft. Die Straßenbenennung in Japan kann manchmal ein bisschen verwirrend sein. Ich selbst habe schon in Osaka lange Zeit mit der Suche nach der Unterkunft verbracht.

Reiseplanung

Wo fängt man am besten an zu planen? Jede Japanreise ist unterschiedlich, deswegen gebe ich euch ein paar Leitfragen an die Hand, die euch eure Reiseplanung ein wenig erleichtern können:

Möchtet ihr vor allem Shoppen gehen? Egal ob Merchandise oder süße Klamotten: Tokyo bietet eine Menge toller Läden zum Geld ausgeben! In Akihabara oder in Ikebukuro lassen sich locker Tage herumbekommen. Im Nakano Broadway findet ihr Merchandise zu älteren Serien, die gerade nicht „in“ sind.

Ihr möchtet gerne mehr vom traditionellen Japan erleben? Dann ist vielleicht eine Reise nach Kyoto etwas für euch. In der Stadt gibt es neben über 2.000 Tempeln den alten Geisha Distrikt, sowie viele Händler, die traditionelles Handwerk anbieten. Etwa 1,5 Stunden mit dem Shinkansen von Tokyo entfernt könnt ihr eine ganz andere Seite im Vergleich zum modernen Tokyo sehen. Für alle, denen das zu weit ist: der Edo-Park in Tokyo lässt euch ebenfalls für kurze Zeit in die Edo-Epoche eintauchen.

Tokyo ist euch zu steril? Lasst euch von Osaka verzaubern! Die Stadt ist laut, bunt und vor allem: lecker! Die regionalen Spezialitäten Okonomiyaki (eine Art herzhafter Pfannkuchen) und Takoyaki (Oktopusbällchen) solltet ihr auf jeden Fall mal ausprobiert haben.

Euer allerliebster Anime/Manga spielt in einer japanischen Stadt? Anime-Pilgrimages werden in Japan immer beliebter und einige Städte feiern die Nennung in einer Serie oft mit Merchandisehändlern und Fotogelegenheiten.

Seid ihr Foodies und möchtet vielleicht regionale Spezialitäten entdecken? Nahe zu jede Stadt in Japan hat eine kulinarische Köstlichkeit! Die Japaner lieben genau diese Vielfalt und deswegen ist es ein leichtes, unzählige Artikel zu leckerem Essen und skurrilen Delikatessen in Japan zu finden. Hier hilft es, sich vorher ein bisschen schlau zu machen und seinen Reiseplan als Gourmet-Tour aufzubauen.

Ihr seid an moderner Geschichte interessiert? Hiroshima bietet den Hiroshima Peace Memorial Park inklusive Peace Memorial Museum. Hier wird an den Abwurf der Atombombe über der Stadt während des zweiten Weltkriegs erinnert.

Ihr möchet Japan außerhalb von Tokyo und Kyoto erleben? Unzählige Blogs, Vlogs und Guides zeigen die schönsten Orte Japans abseits der ‚Touristenroute‘. Lasst euch von der wunderschönen Vielfalt Japans zur individuellen Reise inspirieren!

Wie viel Budget soll ich einplanen?

Nicht ganz uninteressant: Die Kosten für so eine Reise. Neben dem Budget für’s Shoppen und individuelle Aktivitäten wie Onsenbesuche, Kimonoleihe, Tagestrips etc. gibt es ein paar feste Budgetpunkte, die ihr in etwa so berechnen könnt:

„On a Budget“, 10 Nächte
Flug: 600€ (Britsh Airways, Turkish Airways, Ethiad, mit Umstieg)
Hotels: etwa 50€ die Nacht, 2-3* Doppelzimmer oder Hostelzimmer, kein Frühstück
Verpflegung: 20€ / Tag
Railpass: 250€/7 Tage

Gesamtkosten (Ohne Taschengeld): ca. 1.500€ – 2.000€ pro Person

Komfortabler Städtetrip, 12 Nächte
Flug: 700€ (Direktflug mit ANA)
Hotels: etwa 80€ die Nacht im 3* Zweibettzimmer, zentrale Lage, etwa 19qm groß, kein Frühstück
Verpflegung: 20-30€ / Tag
Railpass: 240€/7 Tage

Gesamtkosten (Ohne Taschengeld): ca. 2.000€- 2.500€ pro Person

Rundreise, 3 Wochen, gehobener Komfort
Flug: 700€ (Direktflug mit ANA)
Hotels: etwa 100€ die Nacht im 3-4* Zweibettzimmer, zentrale Lage, etwa 19qm groß, Frühstück, evtl Nacht im Ryokan
Verpflegung: 30€ / Tag
Railpass: 450€/14 Tage

Gesamtkosten (Ohne Taschengeld): ca. 3.000€ – 3.500€ pro Person

Natürlich sind die finalen Preise der Japanreise sehr davon abhängig, was ihr für Ansprüche an euren Urlaub stellt. Die Preiskalkulationen können jedoch schon mal einen groben Überblick über die etwaigen Kosten geben.

Zusammen scheinen die Posten natürlich erstmal sehr hoch, aber wenn ihr nicht gerade eine Reise innerhalb von zwei Wochen plant, könnt ihr die Kosten auch gut über mehrere Monate verteilen. Zum Beispiel bucht ihr erst die Flüge, dann die Hotels im nächsten Monat, und so weiter.

Brudi, muss buchen!

So, das waren jetzt eine MENGE Informationen und ich hoffe, ich habe euch nicht allzu sehr erschlagen.

Ich freue mich, wenn der Beitrag euch ein wenig helfen konnte. Vielleicht konnte ich euch sogar zeigen, dass eine Japanreise viel erreichbarer ist, als ihr vielleicht dachtet.

Sind euch vielleicht noch Fragen offen geblieben? Habt ihr selber Tipps? Schreibt mir eure Anmerkungen gerne in die Kommentare <3.