Die Koffer sind (quasi) gepackt, der Rail Pass liegt bereit und die Hotels sind gebucht. Am Samstag geht es für uns zum nun zweiten Mal nach Japan und ich bin schon ganz gespannt, was der Urlaub so bringen mag.

Es ist das zweite Mal für Tobias und mich, dass es in das Land der aufgehenden Sonne geht, und wir haben uns im Vorfeld viele Gedanken gemacht, was wir in diesem Urlaub erleben wollen – und was nicht. Noch einmal nach Japan zu fliegen stand schon lange auf der „Hätte, hätte, Fahrradkette“-Liste. Und im Zuge unseres Beschlusses, in 2020 einfach mal zu „machen“ und als Belohnung für den neuen Job, haben wir spontan Flüge gebucht. Auch hier bewahrheitete sich wieder: Spontan und aus dem Bauch heraus ist das Beste für uns.

Zwei Wochen sind bei Weitem nicht genug, um auch nur einen Bruchteil von all dem zu sehen, was das Land zu bieten hat. Wir haben uns jedoch viele Gedanken gemacht und hoffen, so viele Eindrücke wir möglich mitzunehmen. 

Beim ersten Mal tat’s noch weh…

Naja, weh tat der erste Japanurlaub nun wirklich nicht, aber ihr wisst schon, sneaky Musikreferenz und so. 👀

Shinjuku bei Nacht

Rückblickend war der erste Japanurlaub in 2015/2016 unglaublich spannend und vielseitig, wir haben versucht wirklich viel mitzunehmen und viele Orte zu sehen – aber ihr kennt das sicher, man schafft einfach nicht alles! Manche Dinge hat man nicht auf dem Schirm und ärgert sich nachträglich.

Und manchmal fehlt einfach das Budget oder die Füße haben nach 10 Tagen einfach nicht mehr richtig Lust auf einen Kilometermarsch.

Also haben wir für dieses Mal aus dem ersten Urlaub gelernt und viele Faktoren in die Planung mit einbezogen.

Grober Plan

Ein Besuch beim Fushimi Inari steht dieses Mal nicht auf dem Plan

Nach der Ankunft in Japan wollen wir zunächst ein paar Tage in Tokyo verbringen, um den Jetlag auszuschlafen, lecker essen zu gehen und uns mit Freunden zu treffen. Auch geplant: Tagestrip nach Kawazu oder Atami (Kirschblüte), Utsunomiya (Gyoza) und Kusatsu (Heiße Quellen). Als Alpakaliebhaberin muss ich auch dringend im Alpacachaya, ein Bubble Tea Laden, der sich meinen Lieblingstieren verschrieben hat! Ich weiß jetzt schon, dass die Besitzer einen guten Geschmack haben😌

Auf nach Kansai

Im Anschluss geht es für uns nach Kansai. Bereits bei unserer ersten Reise haben wir gemerkt, dass wir lieber in Kyoto und Umgebung sind, als in Tokyo selber. Die Art der Menschen liegt uns mehr, das Essen ist super lecker und Kyoto ist so viel ruhiger als das hektische Tokyo. Wir haben für die Zeit ein Hotel in Kyoto in der Nähe des Bahnhofs, von dort aus möchten wir Tagestrips nach Hiroshima, Kobe, Osaka und Nara machen.

Auch auf dem Plan steht, in Kyoto einen Kimono zu mieten und Pärchenfotos machen zu lassen. Und natürlich das Wichtigste: ganz viel regionale Köstlichkeiten essen!

Ich freue mich vor allem, dass wir endlich einen Besuch in Hiroshima in Angriff nehmen, die Stadt steht schon lange auf meiner Wunschliste. Auch auf Kobe bin ich sehr gespannt, der Kobe Nunobuki Herb Garden hat mein Interesse geweckt.

Zurück in Tokyo

Bevor es für uns zurück nach Deutschland geht, steht in Tokyo für uns vor allem eines auf dem Plan: Shoppen!

Briefpapier aus dem Daiso, eine 100 Yen Shop-Kette in Japan

Mit unserer Airline (All Nippon Airways) können wir zwei Koffer aufgeben – also fliegen wir mit Koffer in Koffer hin und mit zwei Koffern zurück. Damit haben wir auf jeden Fall genug Platz für viel süßen Kleinkram. Ich liebe japanische Mode, könnte den Briefpapier-Vorrat im Daiso leerkaufen und natürlich darf ein Besuch im Pokémon Center und im Nintendo Store nicht fehlen.

Neben einem Besuch der Sunshine-City ist auch wieder der Nakano-Broadway geplant: Hier findet man sehr viel tolles Second Hand Merchandise. In den gängigen Merchandise-Läden (vor allem Animate) gibt es leider meist nur aktuell gehypte Serien, in Nakano dagegen werden Fans jeglicher Art (sei es Anime, Comics, japanische Boybands oder Cosplay) in einem der vielen Second Hand Shop sicher fündig!

Natürlich gehen wir nicht nur shoppen!

Neben dem ganzen Shoppen möchte ich außerdem super gerne ins Teamlab Borderless! Praktischerweise lässt sich dies mit einem Besuch in Odaiba verbinden (einer meiner Lieblingsorte in Tokyo!). Wenn genug Zeit ist, wären wir von einem Besuch im Oedo Onsen Monogatari, ein großer Onsenpark, nicht abgeneigt.

Ein weiterer Wunsch von mir: Vielleicht schaffen wir es ja zu einigen der Orten, die in den Filmen Your Name und Weathering with You von Makoto Shinkai vorkommen. Wir sind große Fans seiner Werke und vor allem diese unscheinbare Treppe aus Your Name würde ich gerne besuchen. Sie gibt es in Shinjuku zu sehen, dort führt sie zum Suga Shrine. Falls ihr hierzu mehr lesen wollt, lege ich euch die tollen Beiträge von The Hangry Stories ans Herz: Your Name / Weathering with you.)

Your Name, (C) Toho, Makoto Shinkai

Was wir anders machen

Die Sache mit dem Railpass

Dieses Mal haben wir einen Railpass! Bei unserem letzten Urlaub in Japan gab es noch nicht die Möglichkeit, den Railpass vor Ort zu kaufen, und Tobias hat die Flüge nach Tokyo sehr spontan gebucht. So war keine Zeit mehr, den Railpass zu bestellen. Letztendlich haben wir nur etwas mehr für die Strecke Kyoto – Tokyo bezahlt, als hätten wir einen Railpass gehabt. Aber wir haben viele Orte nicht besucht, weil wir eben für jede Bahnstrecke zahlen mussten.

Für diesen Besuch haben wir einen japan-weiten Railpass für die Dauer von sieben Tagen, damit sind die Strecken Tokyo – Kyoto, Kyoto – Hiroshima und zurück, der Rückweg nach Tokyo sowie die meisten Fahrten mit Regionalzügen in Kansai abgedeckt. Für die restliche Zeit in Tokyo lohnt sich ein Railpass nicht, da wir nur kurze Strecken geplant haben.

Hier haben wir aber eine andere tolle Möglichkeit: Der JR Tokyo Wide Pass kostet 10.000 Yen und ist für drei Tage gültig. Also genau die Zeit, in der wir viele Tagestrips um Tokyo geplant haben. Auch toll: Er ist auch für den Narita Express, also den Flughafentransfer vom Narita Flughafen zu unserem Hotel, gültig!

Neben dem japan-weiten Railpass gibt es eine ganze Menge lokaler Railpässe, die sich je nach Reiseplanung für euch lohnen können. Es muss also nicht immer gleich der „große“ Railpass sein, eventuell könnt ihr mit diesen regionalen Pässen viel Geld sparen. Wann und ob sich ein „große“ Railpass für euch lohnt, könnt ihr übrigens sehr schön bei The Hangry Stories nachlesen.

Es muss nicht immer Akihabara sein

Namba und Dotonbori in Osaka stehen auch nicht auf dem Plan. Aber Oktopusbällchen lässt sich Tobias sicher nicht entgehen.

Da wir beim letzten Besuch schon einige Touristenhotspots besucht haben, werden wir gezielt Orte ansteuern, die uns besonders gefallen haben. Und viele, die wir noch gar nicht gesehen haben!

Dafür fallen in Tokyo zum Beispiel Besuche in Akihabara (Electric Town) und Asakusa (großer, bekannte Tempelanlage) weg. Dafür möchten wir den Imperial Palace Garden und die Dome City sehen. In Kyoto müssen wir nicht unbedingt noch einmal zum Fushimi Inari, dafür möchte ich noch einmal zum Kiyomizudera Temple. Ich liebe zwar Namba, im Herzen von Osaka, unser Ziel ist diesmal aber das Aquarium in der Osaka Bay Area. Dort gibt auch Walhaie zu sehen!

Und ganz wichtig: Beim letzten Mal haben wir es nur am letzten Tag in ein Onsen geschafft. Dieses Mal versuchen wir, mehr Zeit für die heißen Quellen einzubauen, zum Beispiel mit Onsen im Hotel und Trips in Onsenstädte.

Was wir gleich machen

Wir beide wollen zwar eine Menge sehen, sind aber eher entspannte Touristen. Unser Ziel ist es, eine schöne Zeit zu haben, sehr gutes Essen zu essen und schöne Orte zu sehen. Wir haben auch dieses Mal wieder Ruhetage in unserer Reiseplanung berücksichtigt. Wir wollten auch im Voraus wenig feste Termine ausmachen oder Tickets buchen, da wir vor allem eines sind: spontan.

Außer unseren Hotels und 1-2 fixen Dingen (Teamlab und Kimonoleihe) möchten wir alles spontan entscheiden. Wir wollen zum Beispiel viel von Wetter und Laune abhängig machen. Deswegen haben wir eine Auswahl an Ziele und schauen morgens, worauf wir am meisten Lust haben.

Vegetarisches Okonomiyaki im Mizuno in Osaka

Ein paar Restaurants, die uns beim letzten Mal echt gefallen haben und die auch viele vegetarische Alternativen anbieten. Zum Beispiel das Sakura Tei für Okonomiyaki in Harajuku, die Ramenmeile im Bahnhof Kyoto oder das Mizuno in Osaka), haben wir auch schon ins Auge gefasst, diese werden wir wahrscheinlich wieder gezielt ansteuern.

Wir haben aber auch schon einige tolle (vegetarische) Restaurants herausgesucht und freuen uns, was die Reise kulinarisch für uns bereit hält.

Aber dieses Mal nachhaltig

Wie ihr sicher schon gehört habt, lieben die Menschen in Japan vor allem eins: Plastik

Deswegen haben wir schon fleißig geübt, wie wir sagen, dass wir keine Plastiktüte brauchen, haben eigene Jutebeutel eingepackt, die Wasserflasche und der Coffee Cup stehen bereit und eigene Stäbchen sind eingepackt. Ganz plastiklos werden wir definitiv nicht Urlaub machen können, aber wir werden es zumindest versuchen. Wenn euch das Thema interessiert, würde ich nach dem Urlaub erzählen, wie plastikfrei wir wirklich gereist sind.

Dann kann’s ja losgehen…

Die Rainbow Bridge in Odaiba, Tokyo – eine Pflichtadresse für unseren Tokyobesuch!

Ihr seht, wir sind schon Feuer und Flamme für den Urlaub in Japan und freuen uns auf gutes Essen, den interessanten Mix aus Tradition und Moderne, viele wunderschöne Landschaften und atemberaubende Architektur!

Falls ihr noch Fragen habt oder Tipps für Must-Visits oder tolle Restaurants habt: Ich freue mich sehr über eure Kommentare <3