‚Einfach machen‘ – mein erster Blog-Post

„Ernsthaft? Du willst das mit dem Blog schon wieder versuchen?!“ Leicht beschämt betrachte ich, wie mein Spiegelbild die Augenbraue hebt und mich vorwurfsvoll anschaut. „Du brichst das doch sowieso wieder ab.“
„Ich schaff das
,“ sage ich etwas zu laut, etwas zu motiviert, bevor mich der Selbstzweifel wieder packt.

Schaff ich das auch wirklich?

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Bei diesem Selbstgespräch geht es nicht etwa um eine neue Diät, um eine Uniprüfung oder einen Sprung aus einem Helikopter – nein, es geht um etwas eigentlich total Banales: meinen eigenen Blog.

Wie viele Freunde in meinem Alter bin mit dem Internet groß geworden und habe erste Erfahrungen im Homepage und Bloggingbasteln bei Beepworld (omg, kennt das noch wer?) und Livejournal (wow, das ist auch ziemlich lang her) gesammelt. Die erste Begeisterung war dann jedoch schnell gelegt, wenn das Design fertig gebastelt war und ich merkte: Hey, du hast gar nichts zu erzählen!

Schnell merkte ich, dass auch das persönlichste Blogdesign nicht hilft, wenn man sich einfach nicht auf den Popo setzt und den Blog auch füllt!

Und dann kam die Re:Publica

Ihr kennt es sicher, die Prokrastination ist groß. So verfolgt mich der Gedanke, einen Blog zu starten und mir zu beweisen, dass ich es durchziehen kann, seit Jahren. Eigentlich genau seit 2 Jahren, denn da traf ich eine Gruppe sympathischer junger Frauen auf der Re:Publica (die ich damals beruflich besuchte) die – siehe da – alle einen Blog führten und motiviert davon erzählten. Zum ersten Mal hatte ich persönlichen Berührungspunkte zu Menschen, denen Social Media Plattformen einfach nicht reichten, um Gedanken, Rezepte, DIY-Anleitungen und vieles mehr mit ihren Freunden und Bekannten zu teilen. Menschen die dafür brannten, ihren Content selbst zu gestalten und zu verbessern.

2020 soll bei mir vieles anders werden: Ich möchte einfach machen.

„Ach ich würde zu gerne“ oder „Irgendwann mal“ hab ich mir viel zu lange eingeredet. Denn die einzige Person, der diese Blockade schadet, bin doch ich selber. Einfach zu machen tut nicht weh! Viel besser: Am Ende des Tages kann ich – selbst, falls ich auf die Nase fliege – stolz sagen: „Du hast es versucht!“. Also hab ich die halbe Wohnung entrümpelt, den Japanurlaub gebucht, mein Kleingewerbe angemeldet und Projekt Bebifluff gestartet. (Dazu bald mehr.)

Zwei Jahre nach der besagten Re:publica sitze ich nun hier.
Nach dem ich mir von Freunden und YouTube fünf Mal erklären lassen hab, wie das mit dem eigenen Blog doch funktioniert und warum Webhosting und Kundenservice sich doch eigentlich ziemlich ähnlich sind.

Nachdem ich mich durch Widget- und Plugin-Jungel gekämpft und siegreich aus dem Kampf hervorgegangen bin. Auf dem Weg habe ich die Jagd nach der verlorenen Domain erfolgreich beendet. Auch den sagenumwobenen SEO-Schatz habe ich entdeckt und mit der Macht von Photoshop habe ich Farbe ins Spiel gebracht.

Was ein Abenteuer.

Und ja, nun sind wir hier

Hallo, ich bin die Valerie, und erzähle euch hier über mein Leben, über meine Liebe zu Japan und über meine Lieblingstiere, Alpakas. Aber auch über Hunde, über meine generelle Reiselust und über meine Nebentätigkeit als Fotografin für Cosplay, Tiere und Hochzeiten.

Und vielleicht habt ihr ja Lust, mich auf meinem Kampf gegen mein Spiegelbild zu begleiten. Vielleicht möchtet auch ihr sehen, ob ich es mir selbst beweisen kann, diesen Blog länger als zwei Wochen zu führen. Und einfach mal mache.

Damit ich am Jahresende meinem Spiegelbild entgegentreten kann und breit grinsend sagen kann:

„Ich hab es wirklich geschafft.“