Wie lief 2019? Ein jahresrückblick

Was gibt es für einen besseren Weg, frisch ins neue Jahr zu starten, als über das alte zu sprechen? (Tausend Wege, Valerie, es gibt tausend bessere Wege!)

Auch, um selbst ein bisschen über 2019 zu reflektieren, drösel ich das vergangene Jahr Monat für Monat auf. Die Hälfte hab ich sicher vergessen, vielleicht ergänze ich noch den ein oder anderen Punkt. Übrigens auch ein Punkt, den ich 2020 unbedingt ändern möchte: ich führe nun fleißig ein Bullet Journal als Tagebuch, so dass in diesem Jahr keine schönen Erinnerungen vergessen werden.

Also fangen wir mal von vorne an:

Januar

Das Jahr startete relativ entspannt: Wir feiern den Jahreswechsel meist in Pyjama und mit Raclette bei meiner Cousine und ihrem Freund, ganz ohne Feuerwerk, aber mit viel Mario Party.

Entspannt ging es auch weiter: wir haben einen kleinen Neujahrsbrunch bei uns gehalten (weil ich Butter in süßer Schneemannform gekauft hatte und die weg musste. Das war der einzige Grund.) und ich habe ein ganzes Wochenende auf dem Sofa verbracht, weil der neuste Teil meiner Lieblingsspielereihe auf den Markt kam: Kingdom Hearts 3. Leider war das Spiel eher enttäuschend, aber sehr schön anzusehen! Wenigstens etwas.

Im Januar konnten wir auch etwas abschließen, was uns gegen Ende 2018 lange begleitet hatte: Wir haben eine neue Wohnung gefunden – Der Umzug war für April geplant.

Februar

Durch den anstehenden Umzug war der Februar vor allem durch eins geplant: Kistenpacken!
Zusätzlich waren Nadja und ich fleißig: Wir haben zwei Cosplayfotoshootings mit mir als Model gehalten: Eins im Super Candy Museum in Köln und eins in meinem Wohnzimmer, dass wir mit ein paar Mülltüten, Lamettavorhängen und Lichterketten in eine hübsche Winterlandschaft verwandelt haben:

März

Ihr könnt es euch sicher denken: wir haben Kisten gepackt. Viele Kisten. Erst jetzt beim Ausmisten merken wir, wie viel unnötiges Zeug wir schon bei unserem ersten Umzug mitgeschleppt und seit dem nicht einmal angeschaut haben, uff. Wir haben außerdem fleißig unsere Küche geplant (die wir wunderbarer Weise von Tobias‘ Eltern übernehmen konnten, die sowieso eine neue Küche kaufen wollten), waren oft bei Ikea und ich habe fleißig an meinem Kostüm für die Dokomi im Juni gearbeitet.

April

Im April stand dann endlich! der Umzug an. Wir hatten zwei Wochen Urlaub, um alles von Düsseldorf nach Bochum zu bringen, Wände zu bepinseln, IKEA leer zu kaufen, und Schränke aufzubauen. Was wir noch nicht hatten: Eine Küche. Zwar haben wir die Möbel von Tobias‘ Eltern bekommen, jedoch gab es Lieferschwierigkeiten bei unserer Arbeitsplatte. Klassiker. Also gab es Ostern Instant-Ramen von der Campingkochplatte.

Mai

Oha, im Mai war viel los! Los ging es mir der Re:Publica in Berlin! Der Kongress für Gesellschaftspolitik und Intenetthemen ist inzwischen zur Tradition geworden. Neben vielen interessanten Vorträgen (darunter auch eine Diskussionsrunde mit Axel Voss zum Thema Artikel 13), gab es wieder gute Gesellschaft und gutes Essen!


Im Mai hatte ich außerdem meinen letzten Arbeitstag in meiner alten Agentur und direkt am nächsten Tag ging es für mich mit meiner Freundin Jacky nach London! Zum einen wollten wir zur Comic Con London, haben den Tripp aber direkt verlängert. Jacky hatte während unserer Reise Geburtstag und wir haben es uns nicht nehmen lassen, in die Universal Studios zur Harry Potter Tour zu fahren, sowie das Musical Wicked zu sehen. Es war ein wunderschönes Wochenende in einer meiner Lieblingsstädte.

UND NICHT ZU VERGESSEN! Im Mai ist immer Zeit für den Eurovision Song Contest! Ich liebe ihn!!!
Ich muss ehrlich zugegen, das schönste am ESC sind die Memes & Kommentare auf Twitter, da warte ich das ganze Jahr drauf!

Juni

Ich als Däumeline, Foto von der lieben Lisa

Der Juni begann mit der Dokomi in der Messe Düsseldorf. Eine meiner liebsten Messen rund um Anime und Manga. Neben vielen Händlern gibt es Bühnenprogramm, Workshops, Ehrengäste und das tollste: Eine riesige Zeichnerallee mit rund 700 Künstlern, darunter auch viele internationale Gäste. Da aber auch eine Menge Cosplayer und Fotografen kamen, musste ich meine Zeit gut einteilen. Ich habe jeweils etwa einen halben Tag in der Zeichnerallee verbracht, die andere Hälfte draußen im Nordpark bei meine Freunden. Hier habe ich auch zum aller ersten Mal Fotoshootings auf einer Convention angeboten und es lief super gut!

Ende Juni war ich mit meiner Weinrunde in Stuttgart zur Comic Con. Bei diesem coolen Roadtrip hatten wir ein wunderschönes Wochenende, das müssen wir dieses Jahr dringend wiederholen! (Ob zur Comic Con, einer anderen Con oder ganz woanders hin).

Auch meine Cosplaygruppe am Sonntag war super süß, schaut euch an, wie zuckrig wir waren:

Von links nach rechts: Daiyame, Amapolchen, Aera, Chatterbox und ich

Ende Juni hatten wir dann auch endlich eine Arbeitsplatte und damit eine funktionierende Küche! Die Instantramenzeit war damit beendet!

Juchuu, eine fertige Küche!

Juli

Den Juli haben Tobias und ich vor allem vor den Konsolen verbracht – das neue Add-On von Final Fantasy XIV kam heraus, einem unserer Lieblingsspiele. Das Add-On Shadowbringers verbindet eine großartige Story mit tollen Charakteren und neuen Gebiete für das MMO RPG. Außerdem habe ich genäht, Fotos bearbeitet und schön vor mir hergeschoben, Umzugskartons auszupacken. Meine Ausrede: Wir wollten ja noch einen Schrank bei IKEA kaufen, vorher bringt ausräumen gar nichts. Den Schrank haben wir dann im Oktober gekauft, die Umzugskartons hatten bis dahin schon Staub angesetzt…

August

Anfang August war ich zum ersten Mal auf der AniMagiC in Mannheim. Den Tag habe ich vor allem Frappuchino-schlürfend und fotografierend verbracht – die Convention ist vor ein paar Jahren umgezogen und ich wollte mir die neue Location mal anschauen. Letztendlich lohnt sich die weite Anreise für mich jedoch nicht, so dass es bei einer einmaligen Sache bleiben wird . Zwei Wochen später war ich jedoch zum zweiten Mal in Mannheim: Freundinnen hatten mich für ein Shooting gebucht! Hier meine Lieblingsbilder vom Shoot mit den beiden:

Der Rest des Augusts stand dann ganz im Zeichen der Connichi: Vorbereitung, Mails schreiben, Fototeam organisieren und und und. Eine weitere schöne Methode, die Umzugskisten einfach stehen zu lassen.

September

Im September steht die Connichi für mich an. Bereits seit einigen Jahren gehöre ich zum ehrenamtlichen Team, erst als Helfer, später als Projektleiter, seit letztem Jahr bin ich zur Organisatorin für Presse, Community und Dokumentationsteam geworden. Das ist eine Menge Arbeit über das Jahr verteilt, aber vor allem während der Veranstaltung. Denn damit unsere Besucher die Convention komplett genießen können, arbeiten wir meist von Mittwoch bis Montag fleißig an Vor- und Nachbereitungen vor Ort. In diesem Jahr hieß es für mich vor Ort vor allem twittern, Kundenbeschwerden bearbeiten, mehr twittern, den Cosplaywettbewerb moderieren, Interviews geben, das Fototeam koordinieren und Hugo trinken. Ich liebe es Team und die Arbeit, die Veranstaltung war auch in 2019 einfach ein Bombenerfolg! Falls ihr euch mehr dafür interessiert, bereite ich gerne mal einen Artikel zum Thema Ehrenamt vor 🙂

Fotoscredit: Connichi Fototeam

Leider war ich danach erstmal ein paar Tage mit Erkältung krank zuhause, vielleicht hatte ich mich doch etwas übernommen. Gut also, dass es erst ein paar Tage nach der Veranstaltung für uns in den Italienurlaub ging: Eine Woche Gardasee im Wellnesshotel! Ich hab mich so gefreut, einfach auszuschlafen, gute Pasta zu essen und im Whirlpool zu sitzen. Die Entspannung war bitter nötig! Wir sind übrigens mit dem Auto nach Italien gefahren, das war auch ein kleines Highlight der Reise. Ich liebe Roadtrips einfach so sehr!

Oktober

Zwischen Connichi und Italienurlaub war natürlich keine Zeit für, na, was wohl? Genau, Umzugskartons auspacken! Erst im Oktober hat mich ein richtiger Ordnungsschub gepackt und wir sind die letzten Kisten (fast) losgeworden, haben einen Schrank gekauft und haben ein wenig Platz geschafft. Spoiler: Den letzten Umzugskarton haben wir dann doch erst im Januar zusammengefaltet, aber der Wille war da.

Im Oktober war ich für zwei Tage auf der Frankfurter Buchmesse, ich durfte für die Zeit bei der lieben Cheyenne übernachten und wir hatten echt ein schönes Wochenende! <3 Außerdem habe ich viele Fotos machen können und sehr liebe Menschen kennengelernt.

Ende Oktober ging es für mich noch für eine Woche nach Freiburg, wo ich Nina, Marcus und Annie besuchte! Das war auch sehr wie Urlaub. Zusammen waren wir in der Therme, zur Horror Night im Europa Park (nur, um zu merken, dass Nina und ich nicht so die Menschen für Horror Nights sind, und lieber Wilde Maus fahren) und haben Fotos mit Rauchbomben und süßen Hunden gemacht!

November

Der November begann mit einem kleinen Photoshoot mit Nadja, dafür sind wir in die Heide in Köln gefahren und sie hat mich ins Moor gestellt 😀 Wir haben super schöne Fotos gemacht, schaut sie euch an:

Außerdem in November: Die Connichi-Nachbesprechung in Kassel! Mit dem Gremium und den anderen Orgas haben wir uns zusammengesetzt und besprochen, was in 2019 gut und schlecht lief, wie wir vieles verbessern können und wo wir vielleicht komplett umdenken müssen. Es war ein super spannendes und konstruktives Wochenende mit einem leckeren Weihnachtsmarktbesuch. Anschließend wurde mich dann auch noch ein bisschen was von Kassel gezeigt. Denn, erschreckenderweise, fahre ich seit 15 Jahren zur Connichi, hatte es auch noch nie hoch zum Herkules geschafft. Schande über mich!
Das wurde in diesem Jahr aber zum Glück geändert.


Der November war außerdem sehr spannend für mich, da ich Mitte November einen neuen Job gestartet habe! Und zwar stellte mich die liebe Jenni bei ihrer 2,5 Mann Social Media Agentur Room 707 an, seit dem kämpfen wir uns wacker zusammen durch Facebook Ads, Content-Erstellung und Reportings. Nicht nur hab ich damit kein Arbeitsamt mehr im Rücken, nein, ich hab auch die tollste Chefin und kann von zuhause aus 80% die Woche arbeiten. Und an alle, die jetzt fragen, ob es nicht toll ist, im Pyjama auf der Couch zu sitzen… Nein, ich zieh mich an und arbeite am Tisch, weil meine Produktivität sonst echt leiden würde.

Dezember

Direkt zu Anfang Dezember hab ich was ganz wahnsinniges gemacht: ich habe ein Gewerbe angemeldet! Ich wollte nämlich endlich bezahlte Shootings anbieten können sowie Prints oder Kalender verkaufen können, hatte aber immer eine Blockade. Im Zuge meiner „Boah, mach einfach, Valerie!“ Phase, die ca. im November mit dem neuen Job angefangen habe, fühle ich mich auf einmal motiviert! Endlich so viele Dinge tun, die ich schon lange vor mir hergeschoben habe! Jenni unterstützt mich hier sehr, und es hilft einfach total, eine so positive, motivierte Ansprechpartnerin zu haben. Sie ist in vielen Dingen echt mein Vorbild geworden. Am Ende schadet man sich nur selbst, wenn man sich ewig zurückhält – und sich einfach Dinge wagen tut (in der Regel) nicht weh.

Also mein Appel an euch:

Macht einfach mal! Startet den Blog, geht Bungee Jumping, fliegt nach Australien.

So, was lief noch im Dezember?

Wir auch in 2018 waren wir kurz vor Weihnachten in der Arena auf Schalke Weihnachtslieder singen! Das war superschön und ist eines meiner Weihnachtshighlights in jedem Jahr.

Außerdem hatte ich kurz vor Weihnachten noch zwei Fotoshootings, in Dortmund und Düsseldorf, in denen ich mal wieder hinter der Kamera stand!

Etwas, das inzwischen zur Tradition bei mir geworden ist, ist das große Backen vor Weihnachten! zusammen mit Jana und Kiwi habe ich in diesem Jahr 14 Stunden in der Küche gestanden und gebacken. UFF! Es hat sich gelohnt, wir waren sehr erfolgreich. Hier seht ihr unsere diesjährige Ausbeute:

Und dann war auch schon Weihnachten. Wir hatten uns vorgenommen, ganz entspannt zu feiern, waren Heiligabend nur zu zweit und danach bei unseren Familien. Nach dem hektischen Jahr war es einfach mal notwendig, ein paar Tage alleine runter zu kommen, an der Wohnung zu arbeiten und Weihnachtsschoki in sich reinzustopfen. Es war halt ein ruhiger Ausklang für ein sehr aufregendes, stressiges, aber auch schönes Jahr 2019.

Weihnachtsessen <3

Zu dem Zeitpunkt, wo ich diesen Beitrag schreibe, ist schon wieder Ende Januar 2020. Wie die Zeit einfach rennt, oh man. Ich hoffe, euch hat diese kleine Reise durch mein Jahr gefallen und ihr fühlt euch motiviert, in 2020 auch einfach mal mehr zu machen und weniger zu überdenken!